In der PREGGIE-Studie wurden Gesundheitsparameter von Müttern und ihren Neugeborenen bei vegan und omnivor lebenden Schwangeren in Deutschland untersucht. Im Rahmen der prospektiven Beobachtungsstudie erfolgte eine Analyse von 45 vollständig dokumentierten Schwangerschaften (32 vegan, 13 omnivor). Der Fokus der Erhebung lag auf mütterlichen Gesundheitsparametern wie dem BMI vor der Schwangerschaft, der Gewichtszunahme und der Blutdruckentwicklung während der Schwangerschaft sowie auf Geburts- und Neugeborenencharakteristika wie Gestationsalter, Geburtsgewicht, Geburtslänge, Kopfumfang, Entbindungsart und Apgar-Scores. Zur Datenerhebung wurden Messungen und Befragungen in der 9.–16. sowie 35.–38. Schwangerschaftswoche durchgeführt, 3-Tage-Wiegeverzehrsprotokolle herangezogen und die Geburtsakten nach der Entbindung ausgewertet.
Im Ergebnis zeigten sich weder bei den mütterlichen Gesundheitsparametern noch bei den Geburts- und Neugeborenencharakteristika signifikante Unterschiede zwischen der veganen und der omnivoren Gruppe. In keiner der Gruppen traten Frühgeburten auf und auch Maße wie Geburtsgewicht, Geburtslänge, Kopfumfang sowie die Apgar-Scores und die Verteilung der Entbindungsarten lagen in einem vergleichbaren Bereich. Alle veganen Schwangeren nahmen ein Vitamin-B12-Präparat ein (100 %) und zeigten eine hohe Supplementierungsraterate bei Omega-3-Fettsäuren (87,5 %) sowie Jod und Vitamin D (jeweils 84,4 %).
Aus den Studienergebnissen lässt sich ableiten, dass eine abwechslungsreiche sowie gezielt supplementierte vegane Ernährung während der Schwangerschaft ohne erkennbare negative Auswirkungen auf Mutter und Neugeborene verläuft. Eine adäquate Nahrungsergänzung, insbesondere mit Vitamin B12 und Jod, bleibt bei einer veganen Schwangerschaft weiterhin essenziell. Aufgrund der geringen Stichprobe können die Ergebnisse jedoch nicht verallgemeinert werden und sollten in größeren Studien mit höherer Teilnehmerinnenzahl überprüft werden.
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